Rammingen wagt einen Blick in die Zukunft

Am 04. November 2023 fanden zeitgleich zwei Zukunftswerkstätten in Rammingen statt. Die ca. 1.400 Einwohner starke Gemeinde im Alb-Donau-Kreis wurde unter den Teilnehmenden als kleine, ländlich geprägte Gemeinde mit guter Lage in der Natur beschrieben, die von starkem Zusammenhalt und einem regen Vereinsleben geprägt ist. Das städtebauliche Nebeneinander von modern (Neubaugebiet) und traditionell (Ortskern) spiegelt sich auch in der Wahrnehmung Rammingens als einerseits modern, andererseits auch etwas konservativ wider, was der Lebensqualität jedoch keinen Abbruch tut.

Während die vertretenen Bürger:innen sich bei einem Ausblick in das Jahr 2050 unter anderem mit den Fragen der Lebensmittelversorgung sowie eines bezahlbaren Energiekonzepts beschäftigten, wurde in der Gruppe der Fachvertreter:innen im Hinblick auf den Klimawandel Überlegungen über Anpassungen zum Umgang mit sich häufenden Hitzetagen angebracht. Auch wurde perspektivisch mit einer erhöhten Zuwanderung gerechnet, was die Gemeinde heterogener gestalten und intensivere Bemühungen zum Beibehalt der Gemeinschaft bedingen könnte.

 

Die Entwicklung und Verfolgung von ortsspezifischen Leitideen wurde durch den unerwarteten Einwurf fiktiver Schocks unterbrochen: Wie geht Rammingen mit einem Zusammenbruch der Gasversorgung aufgrund eines Erdbebens um? Wie kann der neue Neandertaler-Fund im Lonetal im Sinne der Gemeinde genutzt werden? Insbesondere im herausfordernden Szenario der unterbrochenen Wärmeversorgung wurde auf Nachbarschaftshilfe und Solidarität vertraut, um den Schock gemeinsam zu überwinden.

Wir danken allen Teilnehmer:innen für die spannenden Einblicke in ihre Gemeinde und die Bereitschaft, sich an einem Samstagmittag zu Zukunftsszenarien Rammingens auszutauschen!

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Impressionen